Die neue Speed entfällt aus gesundheitlichen Gründen bis auf Weiteres!
Die aktuelle Ausgabe mit folgenden Themen:

  • Vorschau: Bikerfestival am Nürburgring
    Großes Biker-Wochenende mit Superbike-WM und vielen weiteren Aktionen im September
  • Zweitaktmeisterschaft auf dem EuroSpeedway und in Oschersleben
  • IDM - Giuseppetti-Festspiele in Schleiz
    Doppelsieg für Sympathieträger
  • IDM Seitenwagen - Die Vorentscheidung ist gefallen
  • MotoGP USA - Nie schlechter als auf Rang zwei!
    Lorenzo macht 1. Halbzeit perfekt
  • Britische Superbike Meisterschaft im Mallory Park
  • Britische Superbike Meisterschaft Knockhill
    Rennen 1 ­ Rutter macht sich zum schottischen König!
  • Britische Superbike Meisterschaft Snetterton
    Honda Feiertage
  • Superbike Weltmeisterschaft in Silverstone
    "We are british!"
  • Odenwaldring Klassik ­- Flugplatz Walldürn
  • Chimay, wieder in fester Hand von Didier Grams
  • Vorbericht 48. Internationales Frohburger ADAC Dreieckrennen 25./26.09.2010
  • Ich, du, er, sie ... Wir sind Fishtown!
  • Red Bull Air Race - die andere Art des Motorsports
    Der EuroSpeedway Lausitz bestand seine Feuerprobe mit Bravour
  • ADAC Motorbootrennen Talsperre Kriebstein
    Abbruch der Rennveranstaltung nach tödlichem Unfall
  • Interview: Klaus Klötzner (Vorstand ADAC Sachsen)
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Sachsenring Grand Prix 2010- rund 225.000 Besucher waren live dabei!

Hitzeschlacht, das Rossi-Comeback, mitreisende Rennen, hervorragende Erfolge für deutsche Teams und Fahrer, einfach eine irre Party „rund um die Uhr.“

Mit diesen wenigen Schlagworten könnte man Deutschlands größtes Motorrad-Event auf einen Nenner bringen. Es waren die 3 Tage der erstaunlichsten Überraschungen und die erste Geige spielte dabei ein weiteres Mal Publikumsliebling Valentino Rossi. 6 Wochen nach seinem fürchterlichen Sturz mit Schienbeinbruch, am 05. Juni in Mugello, kehrte er mit Gehhilfen bestückt in den Grand Prix Zirkus zurück.

Vorangegangen waren 2 Tests auf einem Superbike und erst am Mittwoch vor dem Rennen gab Sachsenring-Rennarzt Dr. Jörg Uwe Fischer „grünes Licht“ für eine Startgenehmigung. Die Medien und die gesamte Motorsportwelt verbeugten sich tief vor Rossis Entscheidung und brachte dem „Ring“ sicherlich auch in letzter Minute noch einige tausend Besucher mehr. Valentino hätte keinen besseren Ort für sein Comeback wählen können, denn er weiß schon viele Jahre wie abgöttisch er auf dem Sachsenring von den Fans verehrt wird. Sein eigentliches Comeback war für den 15. August in Brünn angedacht, aber ein Profi wie Rossi denkt und fühlt anders wie unsereins und so bot er im Training aber vor allem im Rennen eine „Show“, die man nicht vergessen wird. Rossi kämpfte, umjubelt vom Geschrei, den Hupkonzerten und dem Klang der Fußballtröten der Zuschauer, mit Casey Stoner um einen Podestplatz. Erst in der letzten Kurve musste er sich mit Platz 4 geschlagen geben. Dass es sich dabei um 2 Fahrer handelte, welche 2011 die Teams und Fabrikate wechseln, war reiner Zufall. Valentino Rossi ist einfach der Größte und hat sich mit seinem Sachsenring-Auftritt 2010 einen weiteren Glanzpunkt für die Ewigkeit geschaffen. Das Blatt mit den 4 großen Buchstaben widmete ihm die Überschrift „Rossi, die schnellste Krücke der Welt“ und sorgte damit für etwas Heiterkeit in unserem tristen Redaktionsalltag...

IDM Sachsenring
Kuriositäten und spannende Rennen am Ring

Insgesamt 15.200 Zuschauer säumten den Sachsenring zur IDM-Veranstaltung 2010. Dabei bekamen sie spannende Rennen in allen Klasse zu sehen - und das gleich doppelt. Denn nicht nur die Königsklasse Deutschlands, die IDM Superbike, sondern auch die IDM Supersport und die IDM 125 fuhren in Hohenstein-Ernstthal jeweils zwei Läufe.

Honda, BMW, KTM, Suzuki und Yamaha. Das waren die fünf Marken, die auf dem Sachsenring in der Superbike-Klasse die ersten fünf Startplätze belegten. Dabei war es der australische Ex-Weltmeister Karl Muggeridge, der sich die Poleposition herausgefahren hatte. Barry Veneman aus den Niederlanden, Stefan Nebel aus Velbert und Gabor Rizmayer aus Ungarn folgten dahinter. Didier van Keymeulen hielt als Erster der zweiten Startreihe die Yamaha-Fahnen hoch. Die ersten Zwölf der Superbike-Trainings lagen übrigens innerhalb von nur 0,943 sec.

Und wie das Training schon hatte vermuten lassen, wurden auch die Rennen extrem knapp. Im ersten Lauf zum Beispiel waren es in der ersten Hälfte fast zehn Fahrer, die permanent die Positionen tauschten und die alle noch die Chance auf den Sieg hatten. Erst gegen Ende der Hatz über 21 Runden hatte sich Muggeridge vom Feld lösen und absetzen können. Er fuhr bis ins Ziel noch einen Vorsprung von runden 1,2 sec. heraus, erntete aber doch wieder die vollen 25 Punkte. Die weiteren Ränge gingen an Werner Daemen auf BMW und Stefan Nebel auf KTM, der den Berliner Ducati-Fahrer Dario Giuseppetti um nur 0,01 sec. schlug. Doch so viel gleich vorweg: Giuseppetti sollte im Zweiten zuschlagen...

IDM Salzburgring
BMW-Fest in Salzburg

Salzburg ist das Heimrennen vieler IDM-Piloten und gleich von zwei Marken. Das Werk von KTM in Mattighofen liegt nur einen Steinwurf von der Highspeed-Piste entfernt und die deutsche Grenze zum Staat Bayern und damit zu BMW liegt ebenfalls nicht weit entfernt. Außerdem gilt das Rennen von Salzburg auch als eine Art Großer Preis von Bayern - zumindest im IDM-Fahrerlager-Jargon.

Ein nahezu perfektes Wochenende hatte der alpha Technik - Van Zon - BMW-Pilot Werner Daemen zu verbuchen. Er räumte auf der S1000RR fast alles ab, was abzuräumen ging. Das fing am Samstag mit der Poleposition an und das ging am Sonntag mit zwei Rennsiegen weiter. Wenn man überhaupt einen „schwarzen Fleck“ in der Wochenend-Statistik des Belgiers finden will, dann muss man tiefer in die Auswertung gehen: Im ersten Lauf konnte Daemen nicht die schnellste Rennrunde drehen. Aber dafür gibt es eh keine Punkte und im zweiten Lauf fuhr er sie dann wieder.

Dass es ein BMW-Wochenende werden würde, war vorher schon vielen klar. Denn mit dem leistungsstärksten Bike der derzeitigen Supersportler-Paletten aller Hersteller hatte man in Salzburg einen klaren Vorteil. Nirgendwo anders im IDM-Kalender ist Top-Speed und Leistung so gefordert wie auf der Piste in Österreich. Aber Leistung allein ist auch nicht alles. „Werner fährt die sauberste Linie von uns allen“, lobten einige Konkurrenten.

Gefährliche Strecke
Fakt aber ist, dass der Salzburgring nicht mehr in den IDM-Kalender gehört. Fast ausnahmslos alle Fahrer beschwerten sich über die Sicherheitsstandards, zu geringe Auslaufzonen und einfach gefährliche Situationen. Teilweise dürften eben solche Einstellungen und Sichtweisen auch dazu beigetragen haben, dass die Starterfelder so mager wie noch nie ausfielen...

Vorschau
76. Internationales Schleizer Dreieckrennen vom 30. Juli. bis 01. August 2010

6. Lauf um die Internationale Deutsche Meisterschaft der Saison 2010
Die IDM 2010 Rennaction und mehr – heißt es diesmal für 6 Rennklassen mit 8 Rennen und über 250 Fahrern aus 20 Nationen, die an den Start gehen! - in der IDM Superbike mit 2 Rennen am Sonntag !!!, - in der IDM Supersport - in der IDM 125 ccm mit 2 Rennen, bereits mit dem Auftaktrennen am Samstagnachmittag u. Sonntag! - die IDM Sidecar mit Weltklassebesetzung. - sowie das Rennen aus der Partnerserie der Yamaha R6- Dunlop- Cup und dem ADAC Junior Cup.

20 Jahre gesamtdeutscher Motorsport auf dem Schleizer Dreieck
Vor 20 Jahren wurde endlich ein jahrzehntelanger Wunsch aller Motorsportfans wahr- es gingen wieder Rennfahrer aus den damals sozialistischen und kapitalistischen Ländern gemeinsam an den Start. Damit wurde auch das Intern. Schleizer Dreieckrennen seinem Namen wieder voll gerecht. Mit dem Fall der Mauer im November 1989 war auch die Zeit für eine neue Motorsportära auf dem Schleizer Dreieck angebrochen. Es sei aber auch erwähnt, dass bereits 1989 zum Rennen in allen Motorradklassen Rennfahrer aus dem westlichen Ausland an den Start gingen. Für die damaligen Schleizer Organisatoren war das ein großes Risiko gegenüber den Funktionären der damaligen Sportbehörde der DDR...

Motorrad Grand Prix in Mugello
Lorenzos erster Streich (ohne Rossi)

In Mugello fuhr Valentino Rossi erstmals nicht mit, da er sich im Training bei einem Sturz das Schienbein gebrochen hatte. Doch Jorge Lorenzo, der fortan als größter Favorit auf den WM-Titel galt, konnte auf der italienischen Strecke noch nicht so voll einschlagen, wie man das erwartet hatte. Stattdessen war der Sieg in Mugello an Daniel Pedrosa gegangen. In Silverstone aber ließ Lorenzo keine Zweifel mehr aufkommen. Ein Raunen ging durch das Pressecenter der neuen Strecke in Silverstone, als Pedrosa im Qualifying stürzte und mit der Trage weggebracht werden musste. Eher weniger war man erschüttert, weil der Sturz als solches so kurios aussah - die Honda war in einer Linkskurve weggerutscht, hatte Pedrosa abgeworfen, sich wieder aufgerichtet und war geradeaus in die Reifenstapel geprallt - sondern vielmehr, weil Pedrosa einmal mehr eine große Chance vertat. 2008 kam er als WM-Führender an den Sachsenring und stürzte dort im Regenrennen so schwer, dass er nicht mehr richtig angreifen konnte. Er hatte den Titel weggeworfen. Nun, wo Rossi nicht mehr dabei war und ist, es bei Casey Stoner auf Ducati noch nicht sonderlich gut läuft und wo er gerade in Mugello seinen Landsmann und Konkurrenten Lorenzo niedergerungen hatte, hatte Pedrosa wohl die größten Chancen auf den WM-Titel der MotoGP-Klasse jemals....

Motorrad Grand Prix in Assen
Lorenzo nicht aufzuhalten

Nachdem Valentino Rossi in der MotoGP verletzungsbedingt nicht mehr dabei ist zeichnet sich kein Stern am Fahrerhimmel mehr ab, der es mit Jorge Lorenzo aufnehmen kann. In Assen jedenfalls fuhren Dani Pedrosa und Casey Stoner lediglich mal kurz an sein Hinterrad heran. Dann ergriff er die Flucht zum vierten Sieg der Saison.

Es kommen einfach keine Zweifel mehr daran auf, wer sich dieses Jahr die MotoGP-Krone wird aufsetzen können. Jorge Lorenzo kann sich einfach nur noch selbst stoppen, zu schwach und unbeständig ist die Konkurrenz in Form von Dani Pedrosa und Casey Stoner. Gerade Letzterer fährt in diesem Jahr seinem Können hinterher, holte erst beim sechsten Saisonrennen in Assen sein erstes Podest. Das war zwar klar ein Erfolg und ein Zeichen für den Aufwärtstrend, allerdings hat der Weltmeister von 2007 bis zu jenem Punkt einfach schon zu viel eingebüßt.

Das MotoGP-Rennen als solches ist schnell beschrieben. Lorenzo gewann den Start, setzte sich ab, wurde kurzzeitig eingeholt ohne eine Gefährdung fürchten zu müssen und machte sich schließlich gänzlich aus dem Staub. Vierter Saisonsieg, sechster Podestplatz im sechsten Rennen. Lorenzo wurde in diesem Jahr noch nie schlechter als auf Rang drei abgewunken. Da hätte es auch Rossi schwer gehabt, mitzuhalten. Denn schließlich wurde der Italiener vor seiner Mugello-Verletzung schon ein paar Mal vom Spanier gebügelt.

Und auch um die verbleibenden zwei Podestplätze sollte die Spannung nicht mehr lange anhalten. Dort ging es zwischen Pedrosa und Stoner mehr hintereinander her als zur Sache. Gerade auf den letzten Runden ließ Stoner etwas Luft ran. „Ich bekam heftiges Pumpen in den Unterarmen und wollte dann ein zwei Runden etwas ruhiger machen und dann noch mal angreifen“, so Stoner, nachdem er sich schließlich mit Rang drei hatte begnügen müssen....

Motorrad Grand Prix in Catalunya
In Rossi-Manier gespielt?

Die große Frage in Catalunya war: Hat Jorge Lorenzo in der Manier des jungen Valentino Rossi mit der Konkurrenz gespielt oder konnten Andrea Dovizioso und Co. wirklich Druck auf den WM-Leader machen? Zumindest im Falle Dovizioso mündete der Druck aber in einem Fehler mit Sturz und damit in einen weiteren Sieg des Mallorkiners Lorenzo.

Bis zur 15. von 25 Runden war die große Frage: Fordert Andrea Dovizioso da gerade Jorge Lorenzo heraus oder spielt der Mallorkiner mit dem Italiener? Will er es vielleicht spannend machen und erst gegen Rennende zuschlagen, so wie es sein berühmter Teamkollege Valentino Rossi in seinen besten Zeiten gegen Max Biaggi, Sete Gibernau und Co handhabte? Möglich wäre es. Doch viel musste Lorenzo gar nicht unternehmen und Dovizioso gab nach. Der Italiener legte die Honda im Kiesbett ab, konnte aber doch noch weiter fahren und 14. werden.

Das Problem bei Dovizioso war, dass sich die Hinterbremse seiner Honda irgendwie verkantet hatte beziehungsweise vom Start weg schon nicht richtig funktionierte. „Am Kurveneingang und im Scheitelpunkt hatte ich damit Probleme und damit auch mehr Gewicht auf dem vorderen Teil. Ich musste die ganze Zeit am Limit fahren und als ich stürzte, war ich da wohl etwas drüber“, so der Repsol Honda-Werksfahrer.

Dem dritten Lorenzo-Sieg in Folge stand nun nichts mehr im Wege. Er enteilte dem Feld fast fünf Sekunden und wurde nicht mehr gesehen. Dahinter kämpften Daniel Pedrosa und Casey Stoner um Rang zwei und machten die beiden Podestplätze unter sich aus. Es war wieder einmal Pedrosa, der die Oberhand behielt und den Ducati-Star in die Schranken wies. Randy de Puniet wurde Vierter...

Motorrad GP auf dem Sachsenring

125cc - 1. Freies Training
Ein heißer Freitag begann mit dem ersten freien Training der 125ccm-Klasse. Und hier deutete es sich schon an, dass es ein weiteres Wochenende in spanischer Hand werden sollte - auch wenn einer der Favoriten gleich von vornherein ausfiel. Nicolas Terol war noch beim Barcelona GP zwei Wochen zuvor schwer gestürzt und hatte sich Lendenwirbel gebrochen. Die hinderten ihn schließlich an der Teilnahme in Sachsen - auch wenn der Spanier zunächst vor hatte, einen Start zu riskieren. Doch er konnte weder stehen noch sitzen und erst recht nicht auf das Motorrad klettern und so verschob er einen Start zunächst auf Samstag - doch auch dann sollte es nicht so weit kommen.

Marquez hatte also einen Gegner weniger. Doch echte Konkurrenz hatte er am Freitag eh nicht. Der Derbi-Pilot donnerte mit 1:27,435 zur Bestzeit und war so über acht Zehntel schneller als Pol Espargaro auf Zwei. Der Drittschnellste, Efren Vazquez, war schon 1,2 sec. langsamer als der Pacesetter. Eine andere Welt. Erfreulich aus deutscher Sicht waren die Ränge vier und fünf, die am ersten Trainingstag an Jonas Folger und Sandro Cortese gingen. Auch Randy Krummenacher (9.), Marcel Schrötter (13.) und Toni Finsterbusch (14.) wussten zu überzeugen. Jasper Iwema kam auf 15, Michael van der Mark auf 22. Die Wildcard-Piloten Daniel Kartheininger (24.), Marvin Fritz (25.) und Eric Hübsch (30.) starteten noch etwas verhalten ins GP-Wochenende. Kevin Hanus schaffte am Freitag in 1:34,031 die Qualifikation zunächst nicht. „Aber ich bin seit dem IDM-Rennen hier vor ein paar Wochen nicht mehr gefahren, meine Schulter ist immer noch getapt“, so Hanus am ersten Trainingsabend. „Dafür war es schon ganz okay. Morgen schaffe ich die Qualifikation!“

Am zufriedensten aber konnte Marquez am Freitagabend sein: „Das erste Training lief gut. Ich denke, dass wir einen guten Job gemacht haben, das Team genauso wie ich auch. Wir konnten uns, verglichen zu den ersten beiden Runden, bis zum Ende hin kontinuierlich steigern. Wir liegen deutlich vor dem Zweiten, aber ich denke, dass sich morgen alle weiter verbessern werden und wir müssen stark blieben, um uns wenigstens einen Platz in der ersten Reihe zu sichern. Es ist eine kurze Strecke, darum ist es wichtig, ein Motorrad zu haben, welches sich gut bewegen lässt und dass man gute Traktion hat. Gerade im ersten Teil der Strecke, denn dort kommt man fast immer aus ziemlichen langsamen Ecken heraus. Wir haben eine gute Einstellung gefunden, aber ich denke, dass wir uns morgen noch weiter verbessern können. Wir müssen dabei auch ein Auge auf das Wetter haben, denn sie sagen, dass es regnen könnte.“ - Wie recht „sie“ doch behalten sollten.

MotoGP - 1. Freies Training
36° Luft- und 55°C Asphalttemperatur. Trocken. Das waren die Kernfakten des ersten MotoGP-Trainings zum Deutschland GP 2010. ...

Superbike WM in Misano (ITA)
Betreutes Rasender schnellen Senioren - 114 Jahre auf dem Podest!

Diese Zahl wird umso dramatischer, wenn man bedenkt, dass es schon 125er Podeste mit einem Gesamtalter von 43 Jahren gab!!
Doch Checa (37), Corser (38) und Biaggi (39) boten tadellosen Rennsport und rissen die Fans im sonnenverwöhnten Misano vom ersten Training an mit.

Doch der Reihe nach:
Troy Corser fuhr in Misano eine Zeit von 1:35.001 und damit nicht nur neue beste Streckenzeit, sondern holte sich auch die 43. Superpole – und die erste für seinen Arbeitgeber BMW. Der Australier schlug damit Smrz’ Topzeit von 2009, die bei 1:35.435 lag und die unglaubliche Serie von Ben Spies damals beendete. Corser war eine halbe Sekunde vor den nächsten Verfolgern und holte auf der 6. Marke eine Pole. Auf Rang zwei qualifizierte sich der WM-Führende Max Biaggi, der sich über seine gute Platzierung in Misano überrascht zeigte. Auf Rang drei landete Biaggis Widersacher Michel Fabrizio vor Cal Crutchlow. BMW, Aprilia, Ducati und Yamaha teilen sich damit die erste Reihe. Carlos Checa war zufrieden, dass er nach dem Debakel in den USA ohne Defekte durch die Trainings kam und freute sich über Rang fünf. Sylvain Guintoli war in der Qualifikation mit Corser zusammengerasselt, fuhr aber auf Startplatz sechs - direkt dahinter Leon Haslam. Lokalmatador Luca Scassa wurde Achter und bester Privatfahrer. Noriyuki Haga verpasste die letzte Qualifikationsrunde und Jakub Smrz brachte die B&G Ducati beim wahrscheinlich letzten Einsatz auf Rang zehn. ...

Superbike WM in Brünn (CZE)
Waka waka – WM ohne Ball und mit viel Hitze in Brünn

Viele Piloten nennen bei der Frage nach ihren Lieblingsstrecken regelmäßig Brünn. WM Leader Max Biaggi gehört dazu und kann diese Zuneigung auch mit Rennsiegen bei den 250ern, 500ern und MotoGP belegen. In den Jahren 2007 und 2009 gelangen dem Römer auf dem 5403 Meter langen Kurs in Böhmen auch Siege mit den Superbikes. Umso verwunderter zeigte sich dann das Fahrerlager, dass der britische „Emporkömmling“ Cal Crutchlow mit der Yamaha dem „König von Brünn“ in seiner letzten Runde der Superpole mit einem neuen Streckenrekord die Pole wegschnappte. Die Rekordrunde auf dem heißen Asphalt sorgte für die vierte Pole dieser Saison durch den amtierenden Supersportweltmeister.

Crutchlow war 0.7 sec. schneller als Max Biaggi auf Rang zwei, der ganz knapp Jonathan Rea mit der Hannspree Ten Kate Honda distanzieren konnte. Bei bislang neun ausgetragenen Superpoles in dieser Saison hat Crutchlow die beste Bilanz und ist herausragender Rookie. Mit fast 250 Starts in diversen WM-Serien ist Ruben Xaus weit vom Rookie-Status entfernt. Der Katalane bei BMW Motorradsport zeigt aber immer noch großen Einsatz – was aber leider nicht immer gut geht. „Im letzten Jahr habe ich mir hier das Bein gebrochen und die Saison war verpfuscht“, berichtete der 32-jährige. In diesem Jahr lief es aber wesentlich harmonischer und Xaus freute sich über den 4. Startplatz. Damit rehabilitierte er sich von seinem schweren Sturz der vergangenen Saison. Somit stehen einmal mehr vier verschiedene Hersteller in der ersten Reihe. Zudem erreichten Sylvain Guintoli und Luca Scassa gleich dahinter die Startplätze fünf und sechs und sorgen damit für eine noch buntere Mischung in der Startaufstellung. ...

Isle of Man Tourist Trophy 2010
Fünf auf einen Streich

Ein neuer Stern steht am TT Himmel, sein Name: Ian Hutchinson vom Team Padgetts Racing.

Nach 103 Jahren TT Geschichte, gelang es ihm als erstem Fahrer, fünf Rennen in einer Woche zu gewinnen. Doch auch bei den Seitenwagen gelang Klaus Klaffenböck mit Dan Sayle die Sensation. Endlich konnte er seine Pechserie beenden und gewann beide Gespannrennen. Schon im Training deutete sich an, was in der Rennwoche folgen sollte. Hutchinson stand am Ende der Trainingswoche mit einer schnellsten Runde von 130,61 mph an der Spitze des Superbikefeldes. John McGuinness folgte als Zweitplatzierter ebenfalls mit einer Runde von über 130 Meilen. Conor Cummins hatte mit ernsthaften Handlingsproblemen an seiner McAdoo Kawasaki zu kämpfen und bescherte seinen Mechanikern einiges Kopfzerbrechen. Adrian Archibald folgte mit seiner privaten AMA Racing Suzuki, vor Guy Martin mit einer Honda CBR 1000 vom Team Wilson Craig Racing. Alle drei beendeten das Training mit Runden über 129 mph.

Michael Dunlop beendete das Supersport Training als Schnellster, vor Ian Hutchinson und Keith Amor, der eine ex Jonathan Rea Ten Kate Honda an den Start brachte. Nur 3 Wochen vor Saisonbeginn trennte sich Amor vom Team JMF Millsport und stand praktisch ohne Bikes da. So kaufte er mit Hilfe von Sponsoren und Freunden das Ex-Rea Bike sowie eine BMW für die Superbike, Superstock und Senior TT. Doch nach Steve Platers Sturz im Training zum North West 200 Rennen und dessen schwerer Verletzung, übernahm Amor anstelle von Plater die Honda Fireblade des HM Plant Teams für die Superbike und Senior TT, für das Superstock Rennen bekam Michael Rutter die Fireblade.

Michael Dunlop setzte sich im Abschlusstraining der Superstock Klasse an die Spitze und untermauerte somit seinen Anspruch auf Siege, der zweitplatzierte Keith Amor wollte seinem North West 200-Sieg mit der BMW natürlich einen TT Sieg hinzufügen. Ryan Farquhar führte das Training lange Zeit an, am Ende reichte es für die drittschnellste Zeit. Der Privatier sah seine besten Chancen im Superstock Rennen. Bei den Seitenwagen knallte Dave Molyneux mit Beifahrer Patrick Farrance eine Zeit von 19:36,36 sec. auf den Teer. Nach seinem Rücktritt vom Rücktritt ist Moly nun mit Kawasaki Motoren unterwegs und wollte natürlich den ersten Seitenwagenerfolg für die Grünen holen. Klaffenböck/ Sayle folgten als Zweite. John Holden/ Andy Winkle als Dritte, setzten abermals auf von TAS Suzuki getunte Motoren und erhofften sich den ersten Gespannsieg für Suzuki.

Bei prächtigstem Sonnenschein, pünktlich 12 Uhr mittags, sollte die Poker Stars Superbike TT den Auftakt zur TT 2010 bilden, wenn da nicht wieder der berühmt berüchtigte Nebel gewesen wäre. Während an fast allen Streckenabschnitten das herrlichste Sommerwetter herrschte, kam vom Meer der Nebel in dicken Schwaden hereingezogen. Die Sicht auf Streckenniveau wäre noch einigermaßen akzeptabel gewesen, jedoch hätte der Rettungshubschrauber nicht starten oder landen können. Einmal mehr, fast schon traditionell, wurde der Start weiter und weiter nach hinten verschoben. Die Geduld der Zuschauer wurde abermals auf eine harte Probe gestellt.

Um 15.30 Uhr war es dann endlich soweit. Mit der Startnummer 1 eröffnete der Bruce Anstey (Relentless Suzuki by TAS) die Superbike TT, gefolgt von John McGuinness. .....

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